Aktuelles


-- NEU ERSCHIENEN --


Felix Bellaire: Augsburg 1939–1945. Eine Stadt im Kriegszustand


Friedberg 2020 (504 S., 34 Abb., 32,00 €, ISBN: 978-3-9820-130-77 )


Am Beispiel Augsburgs untersucht die Studie die Wahrnehmung des Krieges und dessen konkrete Auswirkungen auf eine Stadt an der Heimatfront, wobei neben Wirtschaft, Versorgungslage und Luftkriegsgeschehen vor allem bislang in der Forschung weniger beachtete Bereiche und Aspekte im Vordergrund stehen.

So wird etwa nachgezeichnet, inwiefern der Kulturbereich und das kirchliche Leben unter den Kriegseinwirkungen litten und wie das NS-Regime versuchte, die "Volksgemeinschaft" für die Kriegsanstrengungen zu mobilisieren. Dabei wird bewiesen, dass alle Facetten eines "totalen Krieges" auch in einer Stadt zu finden waren, die zunächst fern von den militärischen Fronten lagen.


- ab sofort erhältlich -


Historischer Atlas von

Bayerisch-Schwaben

6. Lieferung

25 farbige Karten mit Textbeilagen


- ab sofort erhältlich -


Der Historische Atlas von Bayerisch-Schwaben, der von der Schwäbischen Forschungsstelle Augsburg bei der Kommission für bayerische Landesgeschichte bearbeitet wird, ist mit einer sechsten Lieferung erschienen. Dieser Atlas stellt geschichtliche Entwicklungen in Bayerisch-Schwaben mit den Mitteln der exakten kartographischen Abbildung dar. Damit wird ein Atlasband von 1955 fortgeschrieben, und auf dieser Grundlage werden immer neue Themen und Entwicklungen aufgegriffen, die bis in die Gegenwart reichen und auch für die heutige Raumplanung und Landesentwicklung von Bedeutung sein können.

 

Die jetzt vorliegende Lieferung umfasst 25 Karten mit ausführlichen Begleittexten. 16 Bearbeiterinnen und Bearbeiter haben daran mitgewirkt. Die behandelten Themen umspannen einen Zeitraum vom frühen Mittelalter bis zum Jahr 2020. Es gibt Karten, die den Wandel in der Kulturlandschaft, in der Besiedlungsdichte, in der landwirtschaftlichen Nutzung und in den Verkehrsstrukturen seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts darstellen, mit Beispielen vom Allgäu bis zum Ries und mit besonderer Berücksichtigung des Raums Augsburg und des heutigen Landkreises Aichach-Friedberg. Die Kirchengeschichte ist mit den klösterlichen Niederlassungen ebenso vertreten wie die Bildungsgeschichte mit der Entwicklung bei Hochschulen und Gymnasien, jeweils mit Zeitschnitten, die die Veränderungen in den letzten hundert Jahren deutlich machen. Den Sprachräumen und den Dialektregionen in Teilen Schwabens wird mit Hilfe neuer Erhebungsmethoden nachgegangen. Drei Karten widmen sich den jüdischen Gemeinden in Schwaben, von den mittelalterlichen Niederlassungen bis ins 20. Jahrhundert. Die Netze der Energieversorgung sind abgebildet, desgleichen die Veränderungen bei den Eisenbahnstrecken und Bahnbehörden in den letzten Jahrzehnten.

 

Die Gegenwart ist das Ergebnis geschichtlicher Vorgänge. Daher haben auch historische Kartenwerke hier ihren Platz, die die Arbeiten von Kartographen und Vermessern des 18. Jahrhunderts wiedergeben, im Überblick der „Suevia Universa“ ebenso wie im Grundriss einer einzelnen dörflichen Gemarkung. Schwaben als Königslandschaft ist vertreten, und zwar mit den Daten der Aufenthalte von Königen und Päpsten seit dem 8. Jahrhundert. Schwaben als vernetzte Gewerbelandschaft wird mit den Zentren des Weberhandwerks in Mittelschwaben seit dem 16. Jahrhundert veranschaulicht. Erstmals aufgegriffen werden Aspekte der politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts: mit Wahlergebnissen der NSDAP seit 1928 und mit den Organisationsstrukturen der Partei und des Reichsnährstandes nach 1933, aber auch mit den Außenlagern der Konzentrationslager während des Zweiten Weltkrieges.

 

Die jetzige Publikation enthält einen Gesamtüberblick über die Themen, die bei den früheren Lieferungen des Historischen Atlas bearbeitet wurden. Herausgegeben wurde sie von Hans Frei, von dem leider vor kurzem verstorbenen Rolf Kießling und von Gerhard Hetzer. Bezogen werden kann sie zum Preis von 29,50 Euro beim Wißner-Verlag, Im Tal 12, 86179 Augsburg.

Copyright 2020 Schwäbische Forschungsgemeinschaft e. V.